Du fehlst mir so

Du fehlst mir so

Du fehlst mir so

 

Du mochtest so gern Chrysanthemen.

Ich stelle einen Strauß auf dein Grab,

zupfe ein paar Unkräuter weg

und denke an die Zeit mit dir:

an gute und schlechte Tage,

an Feste, die wir feierten,

an Sorgen, die wir teilten,

an die Art, wie du lachtest

oder die Stirn in Falten zogst,

und an viele Gespräche.

 

Ich klaube noch

ein paar verirrte Blätter vom Grab.

Mit jedem kommen

neue Erinnerungen.

 

Du fehlst mir.

Und doch spüre ich,

wie du in meinen Gedanken

weiterlebst.

 

© Gisela Baltes